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10.04.2019
Die neuen Übungsleiter sind bereit für die Feuerwehren

Das Feuerwehrinspektorat der Kantonalen Feuerpolizei führte im März und April 2019 mit 2 Kursblocks à 2 Tage in Neuhausen am Rheinfall und Beringen den Übungsleiterkurs für Offiziere durch. Total nahmen 20 Offiziere aus den Feuerwehren im Kanton Schaffhausen teil.

In 2 Kursen, welche jeweils 2 Tage dauerten, wurden 20 Feuerwehroffiziere, darunter 2 Frauen, der Feuerwehren im Kanton Schaffhausen in der Einsatzübungsvorbereitung geschult. Jeder weiss, die beste Ausbildung enthält Theorie und Praxis. Aus diesem Grund wurde auch in diesem Jahr wieder auf die Zusammenarbeit mit dem Grundkurs Soldat gesetzt.  Zusammen mit erfahrenen Gruppenführern, welche im Grundkurs Soldat ein Praktikum absolvieren, haben wir nun alle Elemente, welche für sämtliche Teilnehmer einen einsatzorientierten Praxisrahmen bildet.

Zu Beginn des Kurses hiess es jedoch, zuerst einmal die Schulbank drücken. Die Teilnehmer erlernten, wie eine Einsatzübung vorzubereiten ist. An was muss der Übungsleiter alles denken? Diese Tätigkeit gehört nicht zu den täglichen Aufgaben eines Feuerwehroffiziers, weshalb es Hilfsmittel und Checklisten gibt. Die Anwendung dieser wurde hier geschult.

Von der Theorie zur Praxis: Die Teilnehmer dürfen nach den theoretischen Ausbildungsblöcken auch gleich ans Werk und ihre Einsatzübungen in Beringen und Löhningen vorbereiten. Die Formation, welche an der Einsatzübung teilnimmt, wird aus dem Grundkurs Soldat und des Gruppenführer-praktikums gestellt. Die Elemente, welche die neuen Feuerwehrleute in den ersten 2 Tagen ihres Kurses erlernt haben, sollen nun zur Anwendung kommen. Soweit die Vorgabe der Kursleitung. Man könnte sagen, die Offiziere bereiten quasi die Abschlussprüfung für die Neueingeteilten im Feuerwehrdienst vor.

Am Samstag um 11 Uhr ist es dann soweit. Die ersten Einsatzregeln werden durch den Kurs Kdt bekannt gegeben. 15 Minuten später fährt das 1. TLF jeder Einsatzformation, welche jeweils aus 2 Klassen des Grundkurs Soldat besteht, los. Es galt auslaufende, brennende Flüssigkeiten und Zimmerbrände zu löschen, wie auch Personen aus einem Gebäude retten, welche selbst nicht mehr flüchten können. Nach dem der Übungsleiter die Übung beendete erhielten die Teilnehmer des Grundkurses den Auftrag, die Einsatzbereitschaft wieder zu erstellen, was mit Leitern verstauen und Schläuche aufrollen verbunden war.  Diese Zeit macht sich die Übungsleitung zu Nutzen und bereitet die Übungsbesprechung in einem Rapport vor.

"Ich habe gerade eine motivierte und schnell arbeitende Truppe erlebt, dieser Anblick gefällt mir…" Mit einer solchen "Ich"- Botschaft eröffnet der Übungsleiter die Übungsbesprechung. Folgend werden die Zielsetzungen bekannt gegeben und ob diese Erfüllt wurden oder nicht. Warum sie erfüllt wurden oder eben nicht, diese Begründung darf hier auch nicht fehlen. Dies geschieht Stufe um Stufe und so werden zuerst die Soldaten, dann die Gruppenführer und zuletzt der Einsatzleiter besprochen und entsprechende Lehren erteilt.

Die Teilnehmer arbeiteten sehr motiviert und mit viel Elan an diesem Kurs. So konnten sie auch viele Tipps und Tricks mit in ihre Feuerwehren mitnehmen. Ich bin mir sicher, dass bald einmal im einen oder anderen Dorf im Kanton eine gut vorbereitete Einsatzübung stattfinden wird.

Der Kursleiter: Daniel Baghdadi

Impressionen vom Übungsleiterkurs